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In jedem Alter an der richtigen Stelle

Gemeinsame Pressemitteilung der Bezirksregierung und der WIH

 

WIH-Vorstandsvorsitzender Jürgen Spier (links) nimmt den Bewilligungsbescheid über die Förderung von 15.500 Euro von Abteilungsleiterin Anke Recklies (Bezirksregierung) im Beisein von Paul Löneke, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Volksbanken e.G., entgegen.Detmold (23. Februar 2017). Alternsgerechte Beschäftigung nutzt allen: den Menschen und den Betrieben. Die Bezirksregierung Detmold fördert ein Projekt, das Betrieben dabei hilft, entsprechende Personalkonzepte zu entwickeln. Die Förderung entstammt dem Programm „Fachkräfteaufruf NRW“ aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Projektträger ist die Wirtschaftsinitiative im Kreis Höxter e.V. (WIH). Abteilungsleiterin Anke Recklies hat den Förderbescheid über 15.500 Euro am Donnerstag, 23. Februar, in Detmold an WIH-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Spier übergeben.

Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Kreis Höxter leiden unter dem demografischen Wandel. Das heißt: Immer mehr ältere Beschäftigte erledigen körperlich oder geistig anstrengende Aufgaben. Überforderung und sinkende Motivation können die Folgen sein. Ein Ausweg ist die alternsgerechte Beschäftigung. Arbeitnehmer bringen so weiter ihre Erfahrung ein, und Betriebe können weiter auf ihre Mitarbeiter zählen.

Die WIH verfolgt das Ziel, KMU in der Region Höxter dabei zu helfen, alternsgerechte Personalkonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Dazu will sie Betriebe beraten und informieren. Wichtig ist zudem die Sensibilisierung: „Manchen Entscheidungsträgern muss das Potenzial ihrer älteren Belegschaft noch vergegenwärtigt werden. Ein Potenzial, das sich erst mit alternsgerechter Personalpolitik richtig entfaltet“, sagt Jürgen Spier. Wie viele heimische Betriebe bereits Alternskonzepte anwenden, soll schließlich eine Umfrage bei 300 Unternehmen ermitteln.

Keimzelle der konkreten Maßnahmen sind ausgewählte Modellunternehmen. Sie erproben in den kommenden drei Jahren Konzepte und sammeln Erfahrungen. Diese werden dann auf andere KMU in der Region Höxter transferiert. 31.000 Euro stehen für das Projekt zur Verfügung, 15.500 davon sind öffentliche Mittel.

„Das Projekt ist gut geeignet, weiteres Fachkräftepotenzial für die Betriebe zu erschließen – vor allem auch deshalb, da es die Unternehmen selbst sind, die dieses Projekt voran treiben“, sagt Anke Recklies.

Zum Hintergrund

Die erwerbstätige Bevölkerung im Flächenkreis Höxter wird Studien zufolge bis zum Jahr 2020 um mehrere tausend Arbeitnehmer schrumpfen. Etwa 14 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten treten ihren Ruhestand an, immer weniger Jugendliche folgen auf die frei werdenden Arbeitsplätze. Die Folgen sind weitreichend: eine unausgewogene Altersstruktur der Unternehmen, die ungenügende Nutzung der umfangreichen Erfahrungen und Kompetenzen älterer Mitarbeiter und der Verlust wertvollen Wissens.

Im Kreis Höxter gibt es überwiegend kleine Betriebe. Etwa ein Drittel hat weniger als 20 Mitarbeiter, ein weiteres Drittel hat 20 bis 100 Beschäftigte. Unternehmen aus dem Handwerk sowie der Land- und Forstwirtschaft stellen einen hohen Anteil. Solchen Firmen fehlen häufig die Ressourcen, um umfangreiche Anpassungsstrategien für ihre Personalwirtschaft zu entwickeln.

Die Wirtschaftsinitiative Kreis Höxter e.V. schließt diese Lücke. Die WIH ist ein Netzwerk von derzeit 63 Unternehmen und Institutionen unterschiedlicher Branchen aus dem Raum Höxter. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, den sich abzeichnenden Herausforderungen aus der demografischen Entwicklung wirksam und wissenschaftlich begleitet zu begegnen.

 

Fotounterzeile

WIH-Vorstandsvorsitzender Jürgen Spier (links) nimmt den Bewilligungsbescheid über die Förderung von 15.500 Euro von Abteilungsleiterin Anke Recklies (Bezirksregierung) im Beisein von Paul Löneke, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Volksbanken e.G., entgegen.

 

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