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Bezirksregierung genehmigt die Fertigstellung der Wasserförderung in Herzebrock-Clarholz

Detmold (22. März 2017). Der Weltwassertag 2017 am 22. März wird als wichtiges Datum in die Chronik der Trinkwasserversorgung in Herzebrock-Clarholz eingehen: Ronny Abraham, Barbara Späth und Erich Hormann von der Bezirksregierung Detmold haben Bürgermeister Marco Diethelm und dem stellvertretenden Betriebsleiter der Gemeindewerke, Marco Schröder, die Genehmigung für die Errichtung von zwei Brunnen in den Gemarkungen Herzebrock und Clarholz übergeben. Damit ist die aus vier Brunnen bestehende Gewinnungsanlage für die eigene Versorgung der Einwohner von Herzebrock-Clarholz mit frischem Trinkwasser komplett.

„Jetzt ist die eigene Trinkwasserversorgung in Herzebrock-Clarholz bis zum Jahr 2039 gesichert“, freut sich Bürgermeister Marco Diethelm. Jährlich bis zu einer Million Kubikmeter dürfen die Gemeindewerke fördern – ausreichend für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Herzebrock-Clarholz.

Bereits seit Längerem gibt es in der Gemeinde Herzebrock-Clarholz Überlegungen, eine eigene Trinkwasserversorgung aufzubauen, um sich von einer Fremdlieferung unabhängig zu machen. Dazu waren in ersten Überlegungen eigene Brunnen in unmittelbarer Nähe zum Gewinnungsgebiet Quenhorn II der Stadtwerke Gütersloh GmbH vorgesehen. Durch vertragliche Regelung vom 24. September 2013 hat die Gemeinde Herzebrock-Clarholz die Rechtsnachfolge für das Gewinnungsgebiet Quenhorn II erworben, die zum 1. Januar 2016 wirksam geworden ist. Das Gewinnungsgebiet umfasst heute die bestehenden Brunnen VB 3 und 4 sowie die geplanten Brunnen HC01 und HC02. Mit deren Bau soll nun umgehend begonnen werden.

„Aus einer Wassergewinnungsanlage kann langfristig nur die Menge entnommen werden, die sich in ihrem Einzugsgebiet wieder regenerieren kann“, erläutert Erich Hormann von der Bezirksregierung. Bei der Prüfung und Bewertung der Antragsunterlagen falle daher der Ermittlung der Grundwasserneubildungsrate eine große Bedeutung zu. Hier habe festgestellt werden können, dass die beantragte Wasserrechtsmenge im Einklang mit dem verfügbaren Dargebot steht. Doch auch für Zeiten, in denen die Wasserversorgung beispielsweise durch Reparaturarbeiten eingeschränkt ist, sei Vorsorge zu treffen. Die Trinkwasserverordnung schreibt deshalb einen Maßnahmenplan zur Ersatzversorgung vor.

Neben einer fachlichen Prüfung durch die Bezirksregierung ist immer eine Phase der öffentlichen Beteiligung vorgesehen, in der betroffene Anlieger und Kommunen, Behörden und Verbände zu dem Vorhaben Stellung nehmen können. „Berechtigte Einwände werden von unserer Behörde bewertet und in dem Bewilligungsbescheid berücksichtigt“, sagt Ronny Abraham (Bezirksregierung). In der aktuellen Genehmigung sind wasserwirtschaftliche, land- und forstwirtschaftliche Beweissicherungen ebenso angeordnet wie die Dokumentation von Hausbrunnen und Gebäuden im prognostizieren Absenkungsbereich vor Inbetriebnahme der neuen Brunnen.

„Unser besonderes Augenmerk lag hier auf dem Schutz der Natur, speziell der Helm-Azurjungfer“, sagt Barbara Späth (Bezirksregierung). Die Libellenart stehe zwar nicht mehr auf der Liste der streng geschützten Arten, dennoch müssten zu ihrem Schutz – wie schon in der Vergangenheit – Maßnahmen getroffen werden, damit sie durch die Grundwasserförderung nicht ihren Lebensraum verliert.

„Wir freuen uns, dass das sehr umfangreiche Antragsverfahren, mit dem wir uns schon seit 2008 beschäftigen und das sehr viel Kraft gekostet hat, zu diesem guten Ergebnis geführt hat“, so der Bürgermeister. „Die eigentliche Arbeit kommt zwar jetzt erst, aber der Grundstein ist gelegt.“

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