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Windenergie in Ostwestfalen-Lippe legt weiter kräftig zu

Detmold (16. März 2017). Die Zahl der Windenergieanlagen in Ostwestfalen-Lippe ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Das ergibt sich aus dem jährlichen Windenergiekataster der Bezirksregierung Detmold (Stichtag 1. Januar 2017). Demnach waren 93 weitere Anlagen bis Ende Dezember 2016 gebaut oder genehmigt worden. Die Gesamtzahl stieg damit um zehn Prozent auf 1.030 (2015: 937).  Die Gesamtleistung nahm um 20 Prozent zu – von 1.318 auf 1.575 Megawatt (plus 257).

Die Steigerung beim Zubau der Anlagen sowie der installierten Leistung ist damit in etwa so deutlich wie zuletzt im Jahr 2002 (plus 17 Prozent). Grund für den aktuell starken Zuwachs ist die Umstellung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zu Anfang dieses Jahres auf ein Ausschreibungsmodell, wie Michael Ganninger von der Bezirksregierung erklärt. „Das hat schon in der jüngeren Vergangenheit den Zubau angeheizt und ist auch für den Boom im vergangenen Jahr verantwortlich“, sagt Ganninger.

Im Vergleich liegt Ostwestfalen-Lippe mit dem Zuwachs erneut weit über dem Bundes- und Landesdurchschnitt (Anlagenzahl: plus 5 Prozent in NRW/BRD; Leistung: plus 13 Prozent in NRW, plus 11 Prozent deutschlandweit). Im nordrhein-westfälischen Binnenvergleich stellt der Regierungsbezirk Detmold auf insgesamt 19 Prozent der Landesfläche etwa 30 Prozent aller Windenergieanlagen in NRW. Ein Drittel der in NRW installierten Gesamtleistung stammt aus der Region.

81 Prozent des Zubaus im Kreis Paderborn

Innerhalb Ostwestfalen-Lippes sind die Windkraftstandorte klar unterschiedlich verteilt: Im Kreis Paderborn stehen mit 547 Anlagen mittlerweile mehr als die Hälfte aller Windenergieanlagen in OWL. Sie erbringen etwa 62 Prozent der in OWL installierten Gesamtleistung. Es folgen die Kreise Höxter mit 193 und Lippe mit 125 Anlagen. Der Zubau im vergangenen Jahr fand zu 81 Prozent im Kreis Paderborn statt.

63 der 70 Städte und Gemeinden im Regierungsbezirk Detmold sind dabei, ihre Bauleitpläne für die Ausweisung von Flächen für die Nutzung der Windenergie zu überarbeiten. Grundlage ist die bundes- und landesweit beabsichtigte verstärkte Nutzung regenerativer Energien. Elf Kommunen befinden sich in der Planungsvorbereitung, 27 im Planungsprozess, 19 haben ihre Planungen bereits abgeschlossen, und sechs verfolgen ihre Planungsabsichten nicht weiter.

Ganninger: „Und es ist weiterhin davon auszugehen, dass es in OWL auch in Zukunft zu einem Zubau von Windenergieanlagen und vor allem von neu installierter Windenergieleistung kommen wird.“

 

Entwicklung der Windkraft seit 2000

 

Anlagen und Leistung im Vergleich

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