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Kultur

Eng verflochten mit der Geschichte

Alle Phasen der historischen Entwicklung spiegeln sich in den Kultureinrichtungen der Region wider.

Ein Wahrzeichen ist das 1875 geschaffene Hermannsdenkmal bei Detmold zur Erinnerung an die Varusschlacht. Nicht weniger bedeutend für die Rezeption der frühen Geschichte sind zum Beispiel das Kloster und das Schloss Corvey bei Höxter, das Museum in der Kaiserpfalz Paderborn und das Widukind-Museum in Enger. Teile des Klosters Corvey sowie die ehemalige Civitas zählen seit 2015 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Klöster waren die wesentlichen Kulturträger des Mittelalters. Über sie informieren das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur im ehemaligen Kloster Dalheim sowie das Besucherzentrum am Kloster Marienmünster. Das Erzbischöfliche Diözesanmuseum Paderborn bietet regelmäßig Sonderausstellungen zu dieser Epoche an.

Zwischen Reformation und 30-jährigem Krieg entfaltete sich entlang des Handelswges der Weser eine rege Bautätigkeit. Es enstand ein eigener Baustil, später als Weserrenaissance bezeichnet. Schlösser, Adelshöfe sowie Rat- und Bürgerhäuser haben sich in ungewöhnlich hoher Dichte erhalten. Die nur schleppende wirtschaftliche Erholung des Raumes nach dem 30-jährigen Krieg verhinderte die für Süddeutschland typische barocke Umgestaltung, es fehlten die Mittel.

Das Weserrenaissance-Museum im Schloss Brake in Lemgo präsentiert in der für den Baustil typischen Schlossanlage Geschichte und Bedeutung dieser Epoche für die Region. Weitere bedeutende Gebäude sind die Rathäuser in Lemgo, Paderborn und Bad Salzuflen sowie das Residenzschloss in Detmold, Schloss Neuhaus in Paderborn, die Wewelsburg sowie die Schlösser Vahrenholz und Wendlinghausen in Lippe.

Durch den wirtschaftlichen Niedergangs nach dem 30-jährigen Krieg, aber auch auf Grund der historischen Ferne zu den Kulturzentren des Barock gibt es in der Region nur wenige Einrichtungen mit höfischer Tradition. Typisch ist eher die barocke Umgestaltung von Klosteranlagen wie z.B.Corvey, Brenkhausen, Dalheim, Marienmünster, Clarholz und Marienfeld,

Das Kaiser Wilhelm-Denkmal, das die Porta Westfalica überragt, repräsentiert die preußische Epoche. Auch das Preußenmuseum Minden und das 2017 von zahlreichen Kultureinrichtungen gegründeten Netzwerk „Preußen in Westfalen“ zählen zu diesen Zeitzeugen. Preußische Bautradition ist zudem in den Badehäusern und dem Kurpark von Bad Oeynhausen erhalten.

 

Industrialisierung und Moderne

Die Geschichte der Industrialisierung wird beispielsweise in den beiden Standorten des Westfälischen Industriemuseums Ziegelei Lage und Glashütte Gernheim (Petershagen) präsentiert, auch das Historische Museum der Stadt Bielefeld in den Gebäuden der ehemaligen Ravensberger Spinnerei leistet hier einen Beitrag.

Für die Sozialgeschichte der Industrialisierung steht zum Beispiel das Tabak- und Zigarrenmuseum in Bünde.

Über die jüngere Industriegeschichte informiert das weltweit größte Computermuseum im Heinz-Nixdorf-Museumsforum in Paderborn.

Geschichte und Tradition der ländlichen Bevölkerung sowie der Landwirtschaft sind Gegenpart der Industriegeschichte. Sie werden zum Beispiel im Westfälischen Freilichtmuseum in Detmold vermittelt, dem größten Freilichtmuseum Deutschlands. Auch das Bauernhausmuseum Bielefeld und der Museumshof Rahden geben Einblicke in die Geschichte des ländlichen Raums.

Die kulturelle Identität des Freistaates Lippe spiegelt sich im Lippischen Landesmuseum, der Lippischen Landesbibliothek und dem Landestheater Detmold wider, deren Existenz 1947 durch das Land NRW garantiert wurde.

Eine Gedenkstätte mit Dauerausstellung zu Ideologie und Terror der SS befindet sich in der Wewelsburg in Büren, die Heinrich Himmler ab 1934 zu einer SS-Ordensburg ausbauen wollte.

 

Aktualisiert: Juli 2017

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