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Fiskalerbschaften

Wenn zur Zeit des Erbfalles weder ein Verwandter noch ein Ehegatte des Erblassers vorhanden und auch kein Erbe durch ein Testament bestimmt ist, dann erbt der Staat. Der Staat wird in diesem Zusammenhang als Fiskus bezeichnet.

Nach gewissenhafter Prüfung des Nachlassgerichtes, ob Anhörige vorhanden sind, und nach vergeblicher öffentlicher Aufforderung, Erbansprüche anzumelden, stellt das Nachlassgericht durch Beschluss fest, dass kein anderer Erbe vorhanden ist. Gesetzlicher Erbe ist der Fiskus desjenigen Bundeslandes, in dem der Erblasser zurzeit seines Todes wohnhaft war.

Der Fiskus kann die Erbschaft weder ausschlagen noch auf sie verzichten. Allerdings haftet er für die Nachlassverbindlichkeiten nur beschränkt. Das bedeutet, dass der Fiskus im Fall eines überschuldeten Nachlasses nicht mehr an die Nachlassgläubiger zu zahlen hat, als er aus der Erbschaft erlösen kann.

Wenn sich nach langer Zeit doch noch ein Angehöriger findet, der einen Erbschein vorlegen kann, sind vom Fiskus bereits vereinnahmte Nachlässe rückabzuwickeln.

 

 

Auskunft erteilt:


Leitung
Viola Schreiber
05231 / 71-1220
Eine E-Mail an Viola Schreiber senden

Abwicklung von Nachlässen
Marion Freimuth
05231 / 71-1216
Eine E-Mail an Marion Freimuth senden

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