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Informationen zur Qualitätsanalyse

Die Qualitätsanalyse ist für alle staatlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen seit August 2006 verpflichtend. Die Qualitätsanalyse ist ein Verfahren der externen Evaluation, d. h. sie nimmt Schulen als Ganzes von außen in den Blick. Ihr Ziel ist es, die Qualität von Schulen zu erfassen und ihnen eine fundierte, datengestützte Rückmeldung über ihre Stärken und Entwicklungsbereiche zu geben. Die Qualitätsanalyse soll Schulen helfen, ihre Qualität zu sichern und nachhaltige Impulse für deren Weiterentwicklung geben.

Ab dem Schuljahr 2015/2016 werden alle Qualitätsanalysen in NRW nach einem neuen Verfahren durchgeführt. Ziel ist es, die Qualitätsanalyse stärker aus der Sicht der einzelnen Schule zu denken und die Eigenverantwortung der Schule zu stärken.

Die Schule wird früh in den Analyseprozess einbezogen; sie gestaltet ihre Qualitätsanalyse organisatorisch und inhaltlich aktiv mit. Dazu gehören auch Vereinbarungen über Inhalte und Umfang der Qualitätsanalyse auf der Basis des Qualitätstableaus NRW sowie den Zeitraum des Schulbesuchs, der im Kontext der jeweiligen Schulentwicklung abgestimmt wird.

Das Dezernat 4Q der Bezirksregierung Detmold führt Qualitätsanalysen an staatlichen Schulen aller Schulformen im Regierungsbezirk Detmold durch. Mit Beginn des Schuljahres 2015/2016 hat landesweit eine 2. Runde der Qualitätsanalyse begonnen. Bei der Auswahl haben die Schulen Vorrang, an denen noch keine Qualitätsanalyse stattgefunden hat. Schulen haben inzwischen auch die Möglichkeit, sich für eine Qualitätsanalyse zu melden.

Die Qualitätsanalysen werden in einem strukturierten und standardisierten Verfahren durch ein Team von mindestens zwei Qualitätsprüferinnen bzw. Qualitätsprüfern durchgeführt. Die Teamleiterin bzw. der Teamleiter besitzt die Lehramtsbefähigung für die jeweils besuchte Schulform.

Bereits seit Beginn des Schuljahres 2013/2014 wurden landesweit nach und nach Bestandteile der Qualitätsanalyse neu ausgerichtet. Wesentliche Änderungen beziehen sich auf

  • die deutliche Reduzierung der von der Schule einzureichenden Dokumente,
  • den Einsatz eines neuen Unterrichtsbeobachtungsbogens und
  • die Möglichkeit der Schulen, nach Erhalt des Qualitätsberichts das Qualitätsteam zu einem „Erläuterungsgespräch“ einzuladen.

 

Das neu ausgerichtete Verfahren ist in eine Vorphase  und eine Hauptphase gegliedert. Die Vorphase mit dem Abstimmungsgespräch als zentralem Bestandteil dient der Planung und Vorbereitung der Hauptphase. In der Hauptphase, bis maximal zwei Jahre nach dem Abstimmungsgespräch möglich, finden die Analyse der schulischen Dokumente und der mehrtägige Schulbesuch statt sowie das für die Schule fakultative Erläuterungsgespräch.

Die Grundlage für die Qualitätsanalyse an Schulen ist weiterhin das Qualitätstableau NRW.

Im Qualitätstableau sind die Themenfelder, die bei einer Qualitätsanalyse berücksichtigt werden, sechs Qualitätsbereichen (QB) zugeordnet:

  • QB 1 Ergebnisse der Schule
  • QB 2 Lehren und Lernen – Unterricht
  • QB 3 Schulkultur
  • QB 4 Führung und Schulmanagement
  • QB 5 Professionalität der Lehrkräfte
  • QB 6 Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung

 

Diese sechs Qualitätsbereiche sind in insgesamt 26 Qualitätsaspekte gegliedert, die wiederum in 151 Kriterien konkretisiert werden. Im neu ausgerichteten Verfahren wird im Qualitätstableau zwischen verpflichtenden und ergänzenden Kriterien unterschieden. Die Vereinbarung von ergänzenden Kriterien zwischen Schule und dem verantwortlichen Team der Qualitätsprüferinnen bzw. Qualitätsprüfer erfolgt unter Beteiligung der Schulformaufsicht im Abstimmungsgespräch im Rahmen der Vorphase.

Auf der Ebene der Kriterien erfolgt eine vierstufige Bewertung. Die bisherige zusammenfassende Bewertung der Qualitätsaspekte entfällt.

Von diesem Verfahren der Bewertung ist der Unterricht (Qualitätsaspekte 2.3 -2.5) ausgenommen. Er wird mit Hilfe eines Unterrichtsbeobachtungsbogens anhand von 36 Indikatoren, die zwölf Kriterien zugeordnet sind, bewertet. Zu diesen Indikatoren erfolgt eine Rückmeldung in Form von Erfüllungsgraden.

Eine Bewertung einzelner Lehrkräfte wird nicht vorgenommen.

Als Grundlage für die weitere schulische Entwicklung werden die Ergebnisse der Qualitätsanalyse der Schule, der zuständigen Schulformaufsicht und dem Schulträger in Form eines Qualitätsberichtes zur Verfügung gestellt.

Die Schule analysiert in ihren Gremien den Qualitätsbericht. Sie hat die Möglichkeit, in einem Erläuterungsgespräch mit dem Qualitätsteam, an dem auch die zuständige Schulformaufsicht teilnimmt, Hilfen zum vertieften Verständnis des Berichts zu erhalten. Sie entwickelt daraus einen Maßnahmenplan zur weiteren Unterrichts- und Schulentwicklung und schließt mit der zuständigen Schulformaufsicht eine verbindliche Zielvereinbarung ab.

 

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