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Durchführung der Qualitätsanalyse

Ab dem Schuljahr 2015/2016 gilt für alle Qualitätsanalysen in NRW ein geändertes Verfahren mit einer Vorphase und einer Hauptphase.

Bestandteile der Vorphase sind die schriftliche Erstinformation, das Vorgespräch und zentral das Abstimmungsgespräch.

Bestandteile der Hauptphase, die maximal zwei Jahre nach dem Abstimmungsgespräch stattfinden kann, sind die Vorbereitung des Schulbesuchs mit einem Planungsgespräch und der Dokumentenanalyse, die Schulbesuchstage mit Interviews, Unterrichtsbeobachtungen und mündlichen Rückmeldungen zu den Ergebnissen der Qualitätsanalyse sowie die schriftliche Rückmeldung in Form des Qualitätsberichts und das fakultative Erläuterungsgespräch.

Die Abläufe sind im Detail in folgenden Übersichten auf der Website des Ministeriums für Schule und Weiterbildung dargestellt:

Ablauf der Qualitätsanalyse

Ablauf der Vorphase

Ablauf der Hauptphase

Durchführung der Hauptphase

Ca. zwölf Schulwochen vor dem Schulbesuch werden die Schule, die zuständige Schulformaufsicht, der Schulträger und die zuständige Schwerbehindertenvertretung über die Durchführung der Qualitätsanalyse sowie die damit verbundenen Termine schriftlich informiert.

In dem Schulportfolio für die Hauptphase reicht die Schule ca. sechs Wochen vor dem Schulbesuch die vier folgenden Dokumentensätze ein:

  • Schulprogramm,
  • ausgewählte schulinterne Lehrpläne,
  • Grundsätze der Leistungsbewertung und das
  • Fortbildungskonzept der Schule.
      

Hinzu kommen noch Organisationshilfen wie Stunden- und Raumpläne.

In einem persönlichen Planungsgespräch vor Ort trifft die teamleitende Qualitätsprüferin bzw. der teamleitende Qualitätsprüfer etwa vier Wochen vor dem Schulbesuch mit der Schulleitung die notwendigen Absprachen für die Schulbesuchstage (Zeiten, Organisation, Raumfragen etc.) und informiert die Schulgemeinde über Ziele, Inhalte und den Ablauf der Qualitätsanalyse, sofern die Schule dies nicht selbst übernimmt. In der Regel werden zu diesem Termin auch ein Schulrundgang unter Beteiligung des Schulträgers und ein Interview mit dem Schulträger durchgeführt.

Während der Schulbesuchstage, die – je nach Größe der Schule – drei oder vier Tage dauern, werden von dem Qualitätsteam leitfadengestützte Interviews mit den am Schulleben beteiligten Personengruppen durchgeführt: Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Schulleitung, ggf. Duale Partner.

Schwerpunkt des mehrtägigen Schulbesuchs sind die Unterrichtsbeobachtungen. Die Qualitätsprüferinnen und Qualitätsprüfer gewinnen konkrete Einblicke in die praktische Umsetzung schulischer Unterrichtskonzepte und halten die Ergebnisse der jeweils 20minütigen Einsichtnahme in einem standardisierten Unterrichtsbeobachtungsbogen fest. Mindestens  50 % der Lehrkräfte werden in ihrem Unterricht besucht. An kleinen Schulen beträgt die Zahl der Unterrichtsbeobachtungen mindestens 20. Die Unterrichtsbeobachtungen dienen nicht der Bewertung der einzelnen Lehrkraft, sondern geben Aufschluss über die Vereinbarungskultur aller Lehrkräfte zur Sicherung der Unterrichtsqualität.

Am letzten Tag des Schulbesuches gibt das Qualitätsteam zunächst der Schulleiterin bzw. dem Schulleiter und anschließend dem Lehrerkollegium im Rahmen einer Lehrerkonferenz eine datengestützte mündliche Rückmeldung zu den Ergebnissen.

Die Verschriftlichung der Ergebnisse erfolgt seitens des Qualitätsteams spätestens neun Schulwochen nach dem Schulbesuch in Form des Qualitätsberichts. Sofern zusätzliche Hilfen zum Verständnis und Vertiefung des Berichts gewünscht werden, kann die Schule zu einem fakultativen Erläuterungsgespräch einladen. Das Erläuterungsgespräch dient der verbesserten Nachhaltigkeit des Verfahrens und ist ein zusätzliches Angebot, das die Schulen landesweit wahrnehmen können, wenn sie Hilfestellungen zum vertieften Verständnis der Aussagen im Qualitätsbericht wünschen.

Nach Erhalt des Qualitätsberichts ist es Aufgabe der Schulleitung, den Qualitätsbericht allen Gremien in der Schule zeitnah zur Verfügung zu stellen und Möglichkeiten zur innerschulischen Diskussion bzw. Maßnahmenplanung zu geben. Im Dialog mit der zuständigen Schulformaufsicht werden im Anschluss daran verbindliche Schritte und Planungen zur weiteren Schul- und Unterrichtsentwicklung in einer gemeinsamen Zielvereinbarung festgelegt.

Über eine Veröffentlichung des Qualitätsberichts entscheidet die Schulkonferenz.

 

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