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Gender Mainstreaming

(Der nachfolgende Text ist  der Internetseite des MSW zum Thema Gender Mainsteaming entnommen.)

Mit der Verpflichtung zur "tatsächlichen Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern"  (Artikel 3 Absatz 2 Grundgesetz) und durch die europäische Rechtssetzung (Vertrag von Amsterdam)  ist  Gender Mainstreaming zur verbindlichen Handlungsleitlinie für alle politischen Aktionsebenen  geworden.  Gender Mainstreaming als die neue Strategie in der Gleichstellungspolitik beruht auf der Erkenntnis, dass es keinen gesellschaftlichen Bereich gibt, der nicht von männlichen oder weiblichen Verhaltensmustern  bzw. Wertvorstellungen geprägt ist.  Das geschlechtsspezifische  Rollenverhalten wiederum ist kulturell konstruiert, d.h. erlernt und somit auch veränderbar.

Das Besondere an der neuen Ausrichtung der Gleichstellungspolitik ist, dass sie nicht von sichtbaren oder vermuteten Defiziten ausgeht und entsprechend situationsbezogen Abhilfe schafft. Die Gender-Strategie setzt vielmehr viel früher und als generelles Leitkriterium an: schon bei der Planung und Entwicklung, aber auch bei der Durchführung und Evaluation einer Maßnahme wird untersucht, ob und in welcher Weise sie Frauen und Männer - unmittelbar oder mittelbar -  betrifft. Ungleichheiten werden mit der Fragestellung überprüft, ob dadurch Nachteile für die eine oder andere Zielgruppe  - unmittelbar oder mittelbar - entstehen und welche Lösungsalternativen zu entwickeln sind.  Je nach Ergebnis kann von vornherein eine politische Entscheidung, ein Gesetz oder eine Umsetzungsmaßnahme mit größerer Treffsicherheit auf die Bedürfnisse einer Zielgruppe ausgerichtet werden.  Aufwändige Nachbesserungen bei Fehlentwicklungen werden damit vermieden.

Spezielle Frauenförderung wird damit nicht entbehrlich, denn die Gender-Prüfung kann (und wird häufig noch) zu dem Ergebnis führen, dass Frauen und Mädchen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Feldern  mittelbaren und unmittelbaren Benachteiligungen ausgesetzt sind und daher eine  spezifische Förderung weiterhin nötig ist. Es kann sich aber auch ein Förderungsbedarf für Männer ergeben, denn Gender Mainstreaming zwingt den Blick auch auf die männlichen Lebenslagen, auf strukturelle, mittelbare Benachteiligungen (z.B. Gesundheit) und fordert deren Ausgleich.  Ziel der Gender-Strategie ist es letztendlich, eine Chancengleichheit für Frauen und Männer  im Sinne einer echten Wahlfreiheit für eine gleichwertige freie Lebensgestaltung zu realisieren und Benachteiligungen gar nicht erst entstehen zu lassen.  In der Pflicht  zur Umsetzung der Strategie sind alle, die in Politik und Verwaltung verantwortlich agieren.

Weitere Informationen und Links zum Thema entnehmen Sie bitte direkt der Internetseite des MSW:

Link zum Themenfeld 'Schule im Gender Mainstream'

 

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