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Rote Liste der gefährdeten Pflanzen und Tiere in NRW

Washingtoner Artenschutzabkommen

WISIA



Ihre Ansprechpartnerin:

Brigitte Bremer
Tel. 05231-715186

Eingriffe in Natur, Landschaft und Artenschutz

 

Eingriffe sind Veränderungen in der Gestalt und Nutzung von Grundflächen oder Veränderungen des mit der belebten Bodenschicht in Verbindung stehenden Grundwasserspiegels. Hierdurch kann die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes oder des Landschaftsbildes erheblich beeinträchtigt werden.

Dekorationsbild "Artenschutz" (c)Frank Grawe


Insbesondere bauliche Maßnahmen stellen in der Regel Eingriffe dar.

Zuständig für die Beurteilung der Minderungs- oder Ersatzmaßnahmen sind alle Behörden. Sie entscheiden über Eingriffsvorhaben in Natur und Landschaft. Die Eingriffsprüfung für die Ebene der städtebaulichen Planung erfolgt nach den Vorschriften des Baugesetzbuches (BauGB) durch die Gemeinden.

Beispiele für Eingriffe in Natur und Landschaft sind:

  • Errichtung oder wesentliche Änderung von Schienenwegen, von Straßen, von baulichen Anlagen, Flugplätzen und Abfalldeponien.
  • Ausbau von Gewässern.
  • Beseitigung von Hecken, Alleen, Baumreihen, Streuobstwiesen, soweit sie prägende Bestandteile der Landschaft sind, und Tümpeln sowie Weihern.

 

Verfahrensablauf bei Eingriffen

 

Die Verursacher von Eingriffen sind zu verpflichten, vermeidbare Beeinträchtigungen zu unterlassen beziehungsweise unvermeidbare Beeinträchtigungen vorrangig auszugleichen oder in sonstiger Weise zu kompensieren.
Ausgeglichen ist eine Beeinträchtigung, wenn und sobald die beeinträchtigte Funktion des Naturhaushaltes wieder hergestellt ist und das Landschaftsbild landschaftsgerecht wieder hergestellt oder neu gestaltet ist.
In sonstiger Weise kompensiert ist eine Beeinträchtigung, wenn und sobald die beeinträchtigten Funktionen in der betroffenen naturräumlichen Region in gleichwertiger Weise ersetzt ist oder das Landschaftsbild neu gestaltet ist.

Der Eingriff ist unzulässig, wenn die Beeinträchtigungen nicht zu vermeiden oder auszugleichen oder in sonstiger Weise zu kompensieren sind. Die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege hat bei der Abwägung aller Anforderungen an Natur und Landschaft anderer Belange gegenüber Vorrang.

Steht die Möglichkeit einer Kompensation nicht zur Verfügung, muss ein Ersatzgeld gezahlt werden, das sich nach den Gesamtkosten der unterbliebenen Ersatzmaßnahme bemisst.

Artenschutz

Die rechtlichen Vorschriften zum Artenschutz umfassen einerseits den "internationalen Artenschutz", der hauptsächlich die Überwachung des internationalen Handels mit vom Aussterben bedrohten Tieren und Pflanzen regelt und andererseits den "nationalen Artenschutz", der den Schutz und die Pflege der heimischen wild lebenden Tiere und wild wachsenden Pflanzen in ihrer natürlichen und historisch gewachsenen Vielfalt vorsieht.

Die internationalen Artenschutzbestimmungen belegen gefährdete Tier- und Pflanzenarten und der aus ihnen verarbeiteten Produkte (zum Beispiel Elfenbein) mit

  • umfassenden Handelsbeschränkungen,
  • Handelsverboten und
  • mit Besitzverboten.

 

Die Bestimmungen regeln den grenzüberschreitenden Verkehr sowie deren Vermarktung für alle Europäische Staaten. Die Umsetzung und Kontrolle der internationalen und nationalen Vorschriften des Artenschutzes ist überwiegend bei den unteren Landschaftsbehörden sowie den Zollbehörden angesiedelt.

Der nationale Artenschutz umfasst

  • den Schutz der heimischen Tierwelt und Pflanzenwelt sowie ihrer Lebensstätten vor Beeinträchtigungen durch den Menschen (Zugriffs- und Störungsverbote, Abwehr der Verfälschung der heimischen Tierwelt und Pflanzenwelt).
  • den Schutz, die Pflege, die Entwicklung und die Wiederherstellung ihrer Lebensstätten sowie Gewährleistung ihrer sonstigen Lebensbedingungen (zum Beispiel durch die Aufstellung und Umsetzung von Artenhilfsprogrammen) und
  • die Ansiedlung von Tieren und Pflanzen verdrängter wild lebender Art (wie beispielsweise der Luchs oder der Biber) in geeigneten Lebensräumen innerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes.

 

Wir werden als höhere Landschaftsbehörde hierbei vorrangig als Fachaufsichtsbehörde und als Prüfbehörden in den von uns geführten Verwaltungsverfahren tätig.

Außerdem prüfen wir, ob unter den gesetzlichen Bedingungen das bei uns zu beantragende Aussetzen oder Ansiedeln von gebietsfremden Tieren und Pflanzen wildlebender und nicht wildlebender Arten genehmigt werden kann.

 

Bild: © Frank Grawe, Höxter

3-2015 / Karla

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