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Arbeitsgestaltung, physikalische Belastungen

 

 

Arbeits- und Arbeitsstättengestaltung: Hinweise und Rechtsvorschriften

Im Sachgebiet Arbeitsgestaltung werden im Wesentlichen Baustellen, Abbruch- und Sanierungsvorhaben sowie andere wechselnde Arbeitsplätze und ortsfeste Einrichtungen hinsichtlich der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes überprüft.

Für den Bereich der ortsfesten Arbeitsplätze gilt es vorrangig, den ganzen Bereich der allgemeinen Arbeitsstättenvorschriften zu bearbeiten. Wichtigste Instrumente sind das Arbeitsschutzgesetz und die Arbeitsstättenverordnung. Auf dieser Grundlage werden Fragestellungen unter anderem zum Raumklima, zur Beleuchtung und zu Arbeitsvorgängen wie Heben und Tragen behandelt. Anfragen und Beschwerden laufen oft hier zuerst auf und werden zu einem großen Teil auch erledigt. Nur bei überwiegend fachspezifischen Fragestellungen werden andere Sachgebiete hinzugezogen, sofern nicht der gesamte Vorgang weitergeleitet wird.

Die Bezirksregierung in der Funktion als Arbeitsschutzbehörde ist im Rahmen der Arbeitsstättenverordnung auch für die Einhaltung des Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz zuständig.

Es ist aber Aufgabe des Arbeitgebers die Beschäftigten vor allen Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu schützen; das folgt aus §§ 3 und 4 ArbSchG. Und dass Passivrauchen eine Gesundheitsgefahr darstellt, wird mittlerweile auch nicht mehr ernsthaft bestritten. Dem Arbeitgeber ist dabei freigestellt, wie er das geforderte Ziel erreicht.

Das Gesetz zur Verbesserung des Nichtraucherschutzes in Nordrhein-Westfalen (Nichtraucherschutzgesetz NRW - NiSchG NRW) vom 20.12.2007 ist keine Aufgabe des Arbeitsschutzes. Hierfür sind nach § 6 Abs. 3 des Gesetzes die örtlichen Ordnungsbehörden (Ordnungsämter) Verwaltungsbehörde im Sinne § 36 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten und damit zuständig. Weitergehende Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

 

Physikalische Belastungen: Zusammenstellung von Belastungen und Rechtsgrundlagen

Lärm, das Heben und Tragen von Lasten, das Arbeiten in Zwangshaltung und vieles mehr gehört zu den physikalischen Belastungen, denen Arbeitnehmer sowohl an ortsfesten wie auch an wechselnden Arbeitsplatz ausgesetzt sein können. Diese erstgenannten Faktoren können schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Ein Blick in die Statistik der Berufskrankheiten zeigt: 2006 gingen bei den gewerblichen Berufsgenossenschaften über 6000 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit wegen bandscheibenbedingter Erkrankungen der Lenden- oder Halswirbelsäule durch langjähriges Tragen (BK-Nr. 2108 und 2109) und über 8000 Anzeigen wegen Lärmschwerhörigkeit (BK-Nr. 2301) ein. Diese Zahlen machen deutlich, dass hier noch Handlungsbedarf besteht.

Lärm ist ohnehin ein Thema, das häufig unterschätzt wird. Lärmschwerhörigkeit tritt schleichend auf und wird deshalb erst spät - häufig zu spät erkannt. Und auch die Orte, an denen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Lärm ausgesetzt sind, werden oft nicht als solche wahrgenommen. Aber schon Wilhelm Busch wusste: „Musik wird oft nicht schön gefunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.“ Diesem Umstand hat sich die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitmedizin in Zusammenarbeit mit einem Arbeitskreis aus Fachleuten der Musik- und Unterhaltungsbranche, Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung und Institutionen des Arbeitsschutzes angenommen. Herausgekommen ist der Ratgeber „Safe and Sound“, der bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zum Download bereit steht.

Andererseits treten heute bei vielen Arbeitsverfahren aber weniger körperliche Belastungen auf, da Maschinen dem Menschen die Arbeit erleichtern. Dadurch entstehen Gefahren durch mechanische Schwingungen und Vibrationen, wie zum Beispiel durch handgeführte Arbeitsmittel. Hier sind vor allem die Hand-Arm-Schwingungen zu nennen, aber auch gegebenenfalls Teilkörpervibrationen. Gabelstapler und Baustellenfahrzeuge belasten den ganzen Körper durch Ganzkörper-Schwingungen beziehungsweise Ganzkörpervibrationen.

Ein weiteres Aufgabengebiet ist das Raum-Klima, insbesondere das Arbeiten in Hitze und Kälte kann zu einer „echten Belastung“ werden, und die Beleuchtung am Arbeitsplatz. Schlechte Lichtverhältnisse belasten nicht nur die Augen sondern können auch auf die Qualität des Arbeitsergebnisses einen negativen Einfluss haben. Wie eingangs erwähnt regelt die Arbeitsstättenverordnung, wie ein Arbeitsplatz aussehen muss. Durch ihre Neufassung 2004 haben sich einige Fragen ergeben, die in den Leitlinien zur Arbeitsstättenverordnung gesammelt wurden und beantwortet werden.

Weitere Informationen zu den angesprochenen Themen finden Sie unter dieser Verlinkung.

 

 

Auskunft erteilt:


Dezernent
Jutta Schmitz
05231 71-5604
Eine E-Mail an Jutta Schmitz senden

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