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012/17

Detmold (9. März 2017). Die Bezirksregierung Detmold eröffnet das Planfeststellungsverfahren für den Ersatzneubau der 110-kV-Hochspannungsfreileitung Lage – Vahlhausen. Die Auslegung der Planunterlagen bei den Städten Lage und Detmold hat am Mittwoch, 8. März, begonnen. Die Unterlagen sind bis Freitag, 7. April, einzusehen.

Unabhängig von der Auslegung vor Ort werden die Planunterlagen auch jeweils auf der Homepage der Städte Detmold und Lage sowie auf den Seiten der Bezirksregierung Detmold online abrufbar sein. Verfahrensrechtlich ist jedoch allein die Auslegung vor Ort maßgeblich. Detailangaben zum Auslegungslokal, wie Adresse und Öffnungszeiten, können den ortsüblichen Bekanntmachungen der Städte Detmold und Lage entnommen werden.

Bis zum 21. April haben alle von der Maßnahme Betroffenen die Möglichkeit, bei der Stadt Lage, der Stadt Detmold sowie direkt bei der Bezirksregierung Detmold schriftlich oder zur Niederschrift Einwendungen zu erheben. Maßgeblich ist der Zeitpunkt des Eingangs der Einwendung. „Eine Einwendung per einfacher E-Mail ist nicht ausreichend“, so Dr. Jochen Bode zuständiger Verfahrensleiter bei der Bezirksregierung Detmold. „Die Bezirksregierung wird das Anhörungsverfahren zügig und bürgernah durchführen. Alle geltend gemachten Belange werden danach in die Entscheidung über die Zulassung des Leitungsvorhabens mit einfließen.“

Details zum Projekt

Die Westfalen Weser Netz GmbH hatte im September 2016 bei der Bezirksregierung Detmold die Planunterlagen für den Ersatzneubau der 110-kV-Hochspannungsfreileitung zwischen den Umspannwerken Vahlhausen und dem Mast Nummer 12A dieser Leitung eingereicht und die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens beantragt. Von dem Projekt sind ausschließlich die lippischen Städte Detmold und Lage berührt. Der Mast 12A befindet sich in der Ortschaft Heiden, nördlich der Straße Großer Kamp.

Der bestehende Leitungsabschnitt hat 33 Maststandorte und ist etwa 8,8 Kilometer lang. Westfalen Weser Netz plant, die gesamte Leitung zu erneuern. Dazu gehören Masten, Fundamente, Leiterseile, Ketten, Isolatoren mit Armaturen und Lichtwellenleiter-Erdseil. Das Umspannwerk Vahlhausen wird nicht geändert. Auch die Portale, an denen die 110-kV-Leitung anschließt, sollen bestehen bleiben. Die Länge der Trasse soll sich nicht wesentlich ändern.

Aufgrund der technischen Voraussetzungen der geplanten Masten sind größere Spannfeldlängen als bisher vorgesehen. Dadurch wird es möglich, die Anzahl von 33 auf 30 Masten zu reduzieren. Während die Abspannmasten an den Winkelpunkten der Freileitung weitgehend standortgleich ersetzt werden sollen, kommt es bei den Tragmasten bis auf vier Fälle zu Standortverschiebungen. Der Grund ist, dass bei reduzierter Anzahl der Masten die erforderlichen Bodenabstände der Leiterseile eingehalten werden müssen.

In diesem Zusammenhang werden einige Maststandorte aufgrund der neuen Austrittsmaße der Masten und der Anpassung der neuen Fundamente innerhalb der Trassenachse standortnah optimiert. Beispiele dafür sind Straßen oder Gräben. Die Standorte der Masten 20 und 23 werden geändert. Dabei wird zugleich die Trassenachse verschoben, damit ihr Abstand zu angrenzenden Gebäuden erhöht werden kann. Hinsichtlich der größeren Spannfeldlängen der geplanten Masten ergibt sich eine durchschnittliche Masterhöhung von etwa fünf Meter.

Weitere Strecke wird „verschlankt“

Die verbleibende Strecke zwischen Mast Nummer 12A und dem Umspannwerk Lage soll zudem „verschlankt“ werden. In diesem Streckenabschnitt werden künftig die Leitungen Lage – Vahlhausen und Lage – Stumpenhagen auf einer Trasse geführt. Bisher laufen beide Trassen in diesem Abschnitt parallel auf das Umspannwerk Lage zu. Die alte Trasse der Leitung Lage – Vahlhausen wird in diesem Abschnitt demontiert. Hierzu hatte bereits ein Genehmigungsverfahren stattgefunden. Dieser Trassenverlauf ist nicht Gegenstand des vorliegenden Vorhabens.

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