Durchgängige Sprachbildung

Durchgängige Sprachbildung ist ein Gesamtkonzept zur sprachlichen Bildung, das Kindern und Jugendlichen dazu verhilft, die Alltags- und die Bildungssprache situationsbedingt anzuwenden. Dabei wird Bildungssprache auf den einzelnen Stufen der Bildungsbiographie schrittweise entwickelt und ausgebaut.

Kinder und Jugendliche erhalten eine durchgängige Unterstützung beim Erlernen der Bildungssprache. Sprachbildung findet in jedem Unterricht in allen Schulstufen und –formen statt. Sprachliches und fachliches Lernen sind untrennbar miteinander verbunden. Es gilt das Prinzip des sprachsensiblen Fachunterrichts.

Die lebensweltliche Mehrsprachigkeit der Schülerinnen und Schüler wird wertgeschätzt und ihre Ressourcen werden genutzt.

Weitere Informationen

Institutionen

Fachstelle Sprache:

Die Fachstelle Sprache ist Teil der Servicestelle Bildungsregion OWL im Dezernat 42 der Bezirksregierung Detmold. In der Fachstelle Sprache arbeiten zwei Lehrkräfte, die mit je einer halben Stelle zur Bezirksregierung abgeordnet sind:

Zu den Aufgaben gehört die Vernetzung, Koordinierung und Unterstützung der Akteure in der Bildungsregion OWL im Handlungsfeld Sprachbildung:

  • Moderation der AG Sprachkompetenzentwicklung in Kooperation mit der Landesweiten Koordinierungsstelle der Kommunalen Integrationszentren (LaKI)
  • Unterstützung der schulfachlichen Aufsichten aller Schulformen
  • Kooperation mit dem Dezernat 46 (Lehreraus- u. fortbildung)
  • Kooperation mit Akteuren / Schulen, die an Forschungsprojekten beteiligt sind

Die Fachstelle Sprache bietet Schulen Unterstützung auf dem Weg zur Implementierung Durchgängiger Sprachbildung an. Zielsetzung:

Schulen haben gut ausgebildete und vernetzte Ansprechpersonen für „Durchgängige Sprachbildung“, damit folgende Ziele NACHHALTIG gesichert sind:

  • Jeder Unterricht ist sprachsensibler Unterricht.
  • Alle Lehrkräfte haben die Verantwortung dafür, dass alle Schülerinnen und Schüler ihre bildungssprachlichen Kompetenzen weiterentwickeln.

Die Mitarbeiterinnen der Fachstelle Sprache beraten Schulen und die Kolleginnen und Kollegen hinsichtlich der Implementierung „Durchgängiger Sprachbildung“ und können Hilfen, Anregungen und Kontakte vermitteln.

In jeder der sieben Regionen des Regierungsbezirks Detmold sind die Bildungspartner Bildungsbüro (BB), Kommunales Integrationszentrum (KI) und Kompetenzteam (KT) vertreten.

BB = Bildungsbüro (https://www.bezreg-detmold.nrw.de/400_WirUeberUns/030_Die_Behoerde/040_…)

Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bildungsbüro sind unter anderem zuständig für die Handlungsfelder Sprachbildung und Schul- und Unterrichtsentwicklung.

KI = Kommunales Integrationszentrum 

Die Kommunalen Integrationszentren bieten unter anderem Qualifizierungen für das gesamte pädagogische Fachpersonal, Initiierung und Begleitung von Netzwerken mit relevanten Akteuren und die Beratung und Begleitung von Schulen bei ihrem Prozess der interkulturellen Öffnung.

Hierfür sind qualifizierte Beraterinnen und Berater für interkulturelle Unterrichts- und Schulentwicklung (BikUS) in den Kommunalen Integrationszentren Ansprechpartnerinnen und –partner

KT = Kompetenzteam

In jedem der 53 Schulämter in NRW gibt es ein Kompetenzteam, das in Zusammenarbeit mit dem Dezernat 46 der Bezirksregierung für die staatliche Lehrerfortbildung in allen Schulformen der Region zuständig ist.

Die Fortbildungsarbeit der Kompetenzteams ist auf die Unterrichtsentwicklung für eine neue Lern- und Lehrkultur fokussiert. Die passenden Unterstützungsangebote sind in acht Programmen gebündelt:

I. Programme, die sich an Schulleitungen, Steuergruppen, Fortbildungsbeauftragte, Koordinator*innen und Kolleg*innen richten:

  • Schulentwicklungsberatung (SEB): siehe unten
  • Fortbildungsplanung
  • Interkulturelle Schulentwicklung – Demokratie gestalten

II. Programme, die sich an ganze Kollegien und Fachkonferenzen richten:

  • Standard – und kompetenzorientierte Unterrichtentwicklung in den Fächern
  • Fortbildung für Schulen auf dem Weg zur Inklusion
  • Vielfalt fördern
  • Lernmittel- und Medienberatung
  • Kooperation mit Bildungspartnern

Schulen wählen aus dem Portfolio das für sie passende Angebot aus und setzen sich über die CO-Leitung mit dem Kompetenzteam in Verbindung, um die schulindividuelle Passung sowie Umfang und Terminierung der Fortbildung abzustimmen.

Schulentwicklungsberatung (SEB)

Dieses Angebot können Schulen anfordern, wenn sie systemische Prozesse der Schulentwicklung in Bereichen der Personal-, Organisations- und Unterrichtsentwicklung in der eigenen Schule gestalten wollen. Unterstützt werden (erweiterte) Schulleitungen, Jahrgangsstufenteams, Fachkonferenzen, Projektgruppen, Steuergruppen.

Gegenstand der Beratung ist die Entwicklung von effektiven und nachhaltigen Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und –sicherung, der gemeinsamen Planung einer realistischen zeitlichen und inhaltlichen Zielperspektive und leistet fachkundige Beratung und Begleitung anhand erprobter Konzepte. Grundlage der Schulentwicklungsberatung ist der „Referenzrahmen Schulqualität NRW“.

Stand: November 2020